Openair Kino Sursee

Vom 16. bis 20. August ist es wieder so weit. Zum 23. Mal präsentieren wir Ihnen bereits Leckerbissen der Filmgeschichte in einer ganz besonderen Atmosphäre, auf dem Kloster-Parkplatz Sursee. Dank unseren grosszügigen Sponsoren und Gönnern können wir den Eintrittspreis weiterhin tief halten. Unser herzlichster Dank gilt allen, die diesen kulturellen Anlass durch ihre Unterstützung ermöglichen. So hoffen wir nun auf angenehme Augustabende und freuen uns, Sie im Openair Kino Sursee, dem Kino mit der besonderen Atmosphäre, begrüssen zu dürfen. Spielbeginn: Mit dem Eindunkeln, ca. 21 Uhr. Die Kasse und unser Openair Kino-Beizli haben bereits ab 20 Uhr für Sie geöffnet. Schauen Sie doch bereits vor der Vorstellung vorbei und lassen Sie sich auf den Kinoabend einstimmen.

Dienstag, 16. August
Das gefrorene Herz

Im tiefen Winter erfriert zwischen Vorderau und Hinterau ein Landstreicher. Sein munterer Kollege Wyss versucht in den beiden Dörfern ein Begräbnis zu organisieren. Doch die Gemeindepräsidenten scheuen die Kosten und transportieren lieber die gefrorene Leiche von einer Seite des Grenzsteins auf die andere. Da erfindet Wyss eine neue Identität für seinen Kumpanen. Der soll plötzlich reich gewesen sein und 1000 Franken für eine christliche Beisetzung und das Leichenmahl spendieren. Das übrige Geld soll «der Pfarrer zum Wohl der Allgemeinheit nach seinem Gutdünken verwenden.» Daran hat natürlich auch der Pfarrer seine Freude. Etwas konsterniert muss er dann allerdings zusehen, wie das Leichenmahl in ein regelrechtes Fress- und Saufgelage ausartet. Drehbuch und Regie: Xavier Koller, 1979. 

Mittwoch, 17. August
Schellen Ursli

Spätsommer im idyllischen Unterengadin: Ursli hilft seinen Eltern bei der harten Arbeit auf der Alp. Ihn verbindet eine tiefe Freundschaft zu der gleichaltrigen Seraina, die mit ihren Eltern ebenfalls im nahe gelegenen Maiensäss übersommert. Als bei der Alpabfahrt ein Teil der Ernte verloren geht, sieht sich die Familie gezwungen, sich beim wohlhabenden Ladenbesitzer des Dorfes zu verschulden. Für Ursli bricht eine Welt zusammen, denn er soll sein Zicklein Zila dem reichen Krämersohn Roman abgeben. Als er für den Chalanda Marz Umzug auch noch die kleinste Glocke erhält, stürzt er sich in ein grosses Abenteuer, um die grosse Glocke aus dem eisigen Maiensäss zu holen. Ein Film von Xavier Koller, frei nach dem Bilderbuch Schellen-Ursli von Selina Chönz und Alois Carigiet. 

Donnerstag, 18. August
A Walk in the Woods

Nach Jahren im Ausland kehrt der gefeierte Reiseschriftsteller Bill Bryson mit seiner Familie in die USA zurück. Höchste Zeit, sein eigenes Land zu erkunden. Sehr zum Missfallen seiner Frau entscheidet er sich, den 3360 km langen Wanderweg durch die Berge der Appalachen zu bestreiten. Da er nicht von seinem Vorhaben abzubringen ist, stellt ihm seine Frau eine einzige Bedingung: er muss einen Begleiter finden, der ihn in seinem haarsträubenden Vorhaben unterstützt. Der einzige, den er in der Folge überzeugen kann, ist sein alter Weggefährte Stephen Katz. Ein altkluger, sich von seiner Alkoholsucht erholender, ausser Form geratener und halb-geläuterter Frauenheld. Dieser scheint jedoch nicht nur ausser Form zu sein, sondern auch gänzlich den Verstand verloren zu haben. Während ihrer Reise durch die Wildnis lernen sich die Männer indessen besser kennen, als ihnen lieb ist. Basierend auf Bill Byron’s Besteller ist ein berührender Film über zwei alternde Männer entstanden, welche auf ihrem abenteuerlichen Weg durch die Wildnis begreifen, dass der Sinn des Lebens der Weg und nicht das Ziel ist.

Freitag, 19. August
Honig im Kopf

Dass der 70-jährige Amandus auf der Beerdigung seiner Margarete ziemlich wirres Zeug redet - verständlich. Doch als er seine verstorbene Frau bei der Polizei als vermisst meldet, ist die Familie alarmiert. Amandus hat Alzheimer und lebt in einem Chaos, in dem man ihn nicht länger sich selbst überlassen kann. Sein Sohn Niko besteht darauf, dass Amandus bei ihn einzieht. Für Nikos penible Frau Sarah eine Zumutung. Der unberechenbare alte Herr nervt und ist eine zusätzliche Belastung für ihre ohnehin schon angeschlagene Ehe. Nur die elfjährige Tilda kommt toll mit ihrem Opa zurecht, der nach seinen ganz eigenen Regeln „Mensch ärgere Dich nicht“ spielt und sich wie ein grosses Kind aufführt. Als Amandus das schicke Sommerfest sprengt und die Familie nicht nur in peinliche, sondern brandgefährliche Situationen bringt, sieht Niko keinen anderen Ausweg mehr. Amandus muss in ein Pflegeheim. Das lässt Tilda nicht zu: Sie entführt ihren Opa auf eine Reise bis nach Venedig, wo er Oma vor vierzig Jahren den Antrag gemacht hat. Drehbuch und Regie: Til Schweiger, Lars Gmehling.

Samstag, 20. August
Heidi

Die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbringt das Waisenmädchen Heidi zusammen mit ihrem eigenbrötlerischen Grossvater, dem Alpöhi, abgeschieden in einer einfachen Holzhütte in den Schweizer Bergen. Zusammen mit ihrem Freund, dem Geissenpeter, hütet sie die Ziegen des Alpöhi und geniesst die Freiheit in den Bergen. Doch die unbeschwerte Zeit endet jäh, als Heidi von ihrer Tante Dete nach Frankfurt gebracht wird. Dort soll sie in der Familie des wohlhabenden Herrn Sesemann eine Spielgefährtin für die im Rollstuhl sitzende Tochter Klara sein und unter der Aufsicht des strengen Kindermädchens Fräulein Rottenmeier lesen und schreiben lernen. Obwohl sich die beiden Mädchen bald anfreunden und Klaras Oma in Heidi die Leidenschaft für das Lesen und Schreiben erweckt, wird die Sehnsucht nach den geliebten Bergen und dem Alpöhi immer stärker… Johanna Spyris Weltklassiker neu erzählt von Alain Gsponer.


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